Tests / 2014-08-09
Kettenpaste: Motul C5
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Türkisch verfasst und mithilfe künstlicher Intelligenz übersetzt.
Motuls Produkte für Motorräder sind seit einiger Zeit auch in der Türkei problemlos erhältlich. Bei meinem letzten Besuch bei KMA fand ich eine ziemlich große Auswahl, relativ günstige Preise und sachkundige Mitarbeiter vor. Am meisten interessierte mich das Motorrad-Kettenschmiermittel C5, obwohl mich eigentlich gleich mehrere Produkte ansprachen. In einer Verpackung wie bei Zahnpasta versprach es weniger Verbrauch und etwas mehr Rücksicht auf die Umwelt. Also habe ich natürlich eine Tube gekauft.
Bei der Kettenpflege bin ich ziemlich faul. Weder das Reinigen noch das Schmieren macht mir Spaß. Unsere Straßenverhältnisse kennt ihr ja auch, und so brauchte ich früher meist alle zwanzigtausend Kilometer eine neue Kette. Ich sage „früher“, weil ich vor einiger Zeit beschlossen habe, das zu ändern und meine Kette ordentlich zu pflegen. Cem und Cenk von der freien Werkstatt im GiS Park helfen mir netterweise dabei, haben aber nicht immer Zeit. Ihr wisst ja, dass ich auch längere Strecken fahre, und die Kettenpflege fällt nicht immer mit einem Werkstattbesuch zusammen. Also muss ich sie unterwegs selbst erledigen. Weil ich normalerweise weder eine Auffangschale noch Altpapier oder Pappe dabei habe, wird auch die Felge völlig eingesaut. Die Jungs von der Waschanlage und der liebe Satı schauen mich immer so liebevoll an, wenn sie meine Schwinge und Hinterradfelge sehen. :P
Deshalb fand ich Motul C5 besonders interessant. Da es kein Druckspray ist, sollte es weder herumspritzen noch alles ringsum verschmutzen. Außerdem sollte es die Umwelt weniger belasten und länger reichen, weil mehr vom Produkt tatsächlich auf der Kette landet; zumindest in der Theorie. Auch der Preis lag unter dem des vergleichbaren Produkts (Motul C2+ 39,90 ₺, C5 29,90 ₺, glaube ich). Zwar sind weniger Milliliter enthalten, doch die Tube soll so viel leisten wie eine 400-mL-Spraydose. Wir werden sehen.
Kommen wir zur Anwendung. Meine Felge ist übrigens schon wieder dreckig. :( Diese Pflegeaktion findet an einem der merkwürdig verregneten Tage statt, die wir gerade erleben. Das Auftragen ist mühsam. Ich habe zwei Methoden entdeckt; die erste seht ihr oben. Man drückt die Tube zusammen, bis Schmiermittel an der Spitze austritt, und versucht dann, es mit der dort integrierten Bürste zwischen die Kettenglieder einzuarbeiten. Anschließend dreht man die Kette weiter und wiederholt das Ganze.
Die andere Methode besteht darin, wie auf dem Bild unten zu sehen, die Tube unter gleichmäßigem Druck zu halten und das Mittel fortlaufend mit der integrierten Bürste einzuarbeiten. Schön, dass die Multistrada einen Hauptständer hat. Wegen der Schwinge erreicht man allerdings nach jedem Weiterdrehen des Rades nur vier bis fünf Kettenglieder.
Das Auftragen ist also etwas lästig, besonders für jemanden, der bei diesem Thema so faul ist wie ich. Wenn man das Mittel aber auf eine zuvor mit Reinigungsspray blitzblank geputzte Kette aufträgt, läuft das Motorrad wunderbar geschmeidig und gleitet nur so dahin. Sogar messbar! Während dieses Versuchs sank mein Verbrauch um 0,3 L auf 100 Kilometer! Fahrstil und Strecke waren gleich. Kein riesiger Unterschied, aber er hat mir zusätzlichen Ansporn zur Kettenpflege gegeben.
Die Tube ist noch nicht leer. Wenn es so weit ist, möchte ich hier ergänzen, wie viel kürzer oder länger sie im Vergleich zu C2+ gehalten hat. Obwohl das Schmiermittel weiß ist, bleibt die Kette nach dem Auftragen nicht sichtbar eingefärbt; genauer gesagt sehe ich aus einiger Entfernung keine deutliche Färbung. Farbige Sprays hatten diesen Vorteil: Ich hatte den Eindruck, den Zustand der Kette beurteilen zu können, ohne ganz nah heranzugehen. Ein weiterer schöner Vorteil, den Spray nicht bietet, ist dagegen die Möglichkeit, beim Auftragen sämtliche Kettenglieder genau anzusehen und zu überprüfen. Auch wenn es etwas länger dauert, wird Motul C5 wohl mein neues Kettenschmiermittel.